Aktuelles

Vom Sonnenaufgang - Lesung mit Musik am 9.10.2019 - Wenn der Zappelphillip erwachsen wird - ADHS über die Lebensspanne

Der Frankfurter Arzt Dr. Heinrich Hoffmann (1809-1894) wurde als Struwwelpeter-Autor weltberühmt. Sein Lebenswerk war jedoch die Reform der Psychiatrie Mitte des 19. Jahrhunderts. Als "Irrenhausdirektor" in Frankfurt am Main versuchte er, psychisch erkrankten Patienten ein gutes Leben voller Hoffnung und Zuversicht zu ermöglichen.
„Es muss vor allem so sein", schrieb er, "dass der Eintritt des Arztes in eine Abteilung etwas vom Sonnenaufgang an sich habe.“
Nina Weniger, Schauspielerin und Urururenkelin von Heinrich Hoffmann, berichtet in dieser Lesung von Hoffmanns Werdegang als Arzt, von seiner Position als "Irrenhausdirektor" und von einer Zeit, in der man Psychologie noch gar nicht studieren konnte und wirkungsvolle Medikamente nicht zur Verfügung standen. Welche Methoden und Behandlungen wandte Hoffmann an, mit welchen Vorurteilen hatte er zu kämpfen und welche Bemühungen gab es, das Leben der Patienten in der Anstalt erträglicher zu machen? Heinrich Hoffmanns Kampf für eine neue, moderne Anstalt, die er mithilfe von „crowdfunding“ finanzierte, seine Ansichten zu Geisteskrankheit und - genesung sowie die Schilderung ausgewählter Fallbeispiele werden im Zentrum dieser unterhaltsamen Lesung stehen. Der „Struwwelpeter“ wird, wie in Hoffmanns Leben, an diesem Abend eine untergeordnete Rolle spielen, denn Hoffmann sah sich keineswegs als Kinderbuchautor, sondern vielmehr als Arzt und Kämpfer für eine „moderne“ Psychiatrie. Johanna Hessenberg, Saxophonistin und ebenfalls eine Urururenkelin Heinrich Hoffmanns, begleitet diese Lesung musikalisch.


Zeit: 9.10.2019, 19-21 Uhr

Ort: Hörsaal der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Universitätsklinikum Frankfurt, Heinrich-Hoffmann-Straße 10, 60528 Frankfurt am Main


DBGS Jahrestagung von 10.-12.10.2019 - Bipolare Störung und Arbeit

19. DGBS-Jahrestagung - Arbeit in Balance - 20 Jahre DGBS

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder der DGBS,

ich freue mich sehr, Sie dieses Jahr zum zwanzigsten Jubiläum der DGBS nach Frankfurt einladen zu dürfen! Frankfurt ist eine Stadt mit vielen Gesichtern: vielen kommt natürlich zuerst die Skyline mit den Hochhäusern in den Sinn, die Banken, Versicherungen und die Börse, aber natürlich auch die Messe – insbesondere die Auto- und Buchmesse gehören zu den weltweit größten ihrer Art. Frankfurt als Handelsplatz wird befeuert durch seine Verkehrsanbindung: Mit dem viertgrößten Flughafen Europas, dem zweitgrößten Bahnhof Deutschlands und einem der meistbefahrenen Straßenknotenpunkte Europas ist Frankfurt eines der großen logistischen Zentren des Kontinents und bezeichnet sich daher als „Herz Europas“. Das zeigt sich nicht nur im Verkehr, sondern auch in einer ausgesprochen internationalen, multikulturellen Stadtgesellschaft, wo sich nicht selten der Banker im Anzug neben dem syrischen Flüchtling im Dönerladen im Bahnhofsviertel findet (was in Frankfurt im übrigen keinen der beiden sonderlich stört). Klar wird überall: Frankfurt ist Stadt des Handels, des Verkehrs, der Arbeit. Frankfurt hat aber auch eine reiche psychiatrische Geschichte. Nicht nur zeichnete hier ein gewisser Heinrich Hoffmann, seines Zeichens erster Direktor einer Frankfurter Stadtpsychiatrie, den „Struwwelpeter“, hier befragte auch ein Dr. Alzheimer die Patientin Auguste D. – die erste beschriebene Patientin mit der „Alzheimer’schen Erkrankung“.

Leonhard und Neele prägten hier den Begriff der „Bipolaren Störung“, der tatsächlich also in Frankfurt „erfunden“ wurde – die bipolare Störung kommt somit mit dieser Tagung nach Hause! Auch danach geschah bemerkenswertes: die erste Tagesklinik in Deutschland wurde hier eröffnet, und deren Gründer, Dr. Kulenkampff, ist einer der Väter der PsychiatrieEnquete. Wissenschaftlich bemerkenswert ist unter anderem das Max-Planck-Institut für Hirnforschung. Was liegt also näher, als diese beiden Welten – Arbeit und Psychiatrie – in unserer Jubiläumstagung zusammenzubringen und die sich daraus ergebenden Probleme gemeinsam zu diskutieren. Gerade bei der bipolaren Störung, bei der schwere Krankheitsphasen, kraftstrotzende Gesundheit und großes Talent oft eng zusammenliegen, ergeben sich in diesem Spannungsfeld zahlreiche Fragen, die wir hier diskutieren wollen. Zu diesem Zweck haben wir hochkarätige Referenten aus ganz unterschiedlichen Bereichen gewinnen können. Aber nicht nur Wissenszuwachs und Arbeit, sondern auch geselliges Beisammensein und Austausch sollen wieder ein zentraler Teil unserer Tagung sein. Hierfür haben wir einige Überraschungen für Sie vorbereitet und hoffen, dass Ihnen auch dieses Meeting wieder Freude bereitet!

Ich wünsche Ihnen eine gelungene Tagung und viel Spaß im „Herzen von Europa“

Ihr Andreas Reif

Zeit: 10. - 12.10.2019

Ort: Universitätsklinikum Frankfurt, Theodor-Stern-Kai 7, Hs. 20 + 22 + 23, 60528 Frankfurt am Main

Eine Anmeldung zur Tagung ist vor Ort möglich, bitte melden Sie sich dazu im Tagungsbüro.

=> Weitere Informationen auf der Homepage der DGBS


Spektrum Schizophrene Psychosen - 9.11.2019

Fortbildung für Neurologen und Psychiater in Klinik und Praxis - „Hessensymposium“ zu schizophrenen Psychosen

Zeit: Samstag, 9.11.2019, 9-13 Uhr

Ort: Hörsaal der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Universitätsklinikum Frankfurt, Heinrich-Hoffmann-Straße 10, 60528 Frankfurt am Main

Liebe Kolleginnen und Kollegen, nach wie vor stellen uns Patienten mit schizophrenen Psychosen vor therapeutische Herausforderungen; aufgrund des häufig chronischen Verlaufs bedarf diese Patientengruppe ganz besonders einer individuellen Therapie, die auch die Aspekte der Teilhabe, der optimalen somatischen Behandlung und der Sozio- und Psychotherapie bedarf. Gerade im längeren Verlauf treten Symptomkomplexe jenseits von Wahn und Halluzination in den Vordergrund, wie z.B. kognitive Störungen. Früherkennung und frühe Intervention ist dabei entscheidend, um komplizierte Krankheitsverläufe zu verhindern. Leider sind die Rahmenbedingungen für die optimale Behandlung unserer Patienten im Hinblick auf die personellen Ressourcen nicht immer auskömmlich. Dessen ungeachtet halten alle drei hessischen Universitätsklinika umfangreiche und innovative Angebote für Patienten mit schizophrenen Psychosen vor: dies reicht von der Grundlagenwissenschaft über klinische Studien bis hin zu aufwändigen Diagnose- und Behandlungsstrukturen, die wir Ihnen in der dieser Fortbildung überblicksartig vorstellen möchten. Ich freue mich dabei persönlich sehr, dass die Lehrstuhlinhaber für Psychiatrie aus Marburg (Prof. Kircher) und Gießen (Prof. Mulert) ihr Kommen zugesagt haben, so dass sich am 09.11.2019 die gesamte hessische Universitätspsychiatrie ein Stelldichein geben wird. Ich freue mich auf Ihr zahlreiches Kommen!

Herzliche Grüße, Ihr

Andreas Reif


Mittwochs-Kolloquium der Erwachsenen- sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie

Die Veranstaltungen werden zur Zertifizierung zur Weiterbildung bei der Landesärztekammer Hessen angemeldet und werden mit jeweils 2 Fortbildungspunkten angerechnet.
Gäste sind herzlich willkommen!

Ort: Hörsaal bzw. Heinrich-Hoffmann-Saal der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Heinrich-Hoffmann-Str. 10 / Haus 93 A, 60528 Frankfurt am Main


Psychiatriewoche Frankfurt: Kunst und Psyche am 12.09.2019

Der künstlerische Ausdruck ist ein Weg, dem inneren Erleben eine Form zu verleihen, die mit anderen teilbar wird. Zahlreiche berühmte Künstler sind über ihr Schaffen selbst zu Patienten in der Psychiatrie geworden. Wir wollen in diesem Jahr Verständnis für den engen Zusammenhang zwischen Kunst und Psyche vermitteln und freuen uns auf drei bildende Künstler, die uns Einblick in ihre Kreativität und Gefühlswelt gewähren.

Nach der Begegnung mit den Künstlern und ihren Werken laden wir Sie zu unserer ärztlichen Vortragsreihe zum Thema Kunst und Psyche ein.

  • Bildende Kunst und psychische Erkrankungen (Dr. Prvulovic)
  • Veränderung der visuellen Wahrnehmung und ihr Ausdruck in der Kunst (Fr. Qubad)
  • Musik und Psychiatrie (Dr. Fußer)

Im Anschluss stellen wir das Projekt FraPPE zur Suizidprävention sowie unsere Physio- und Ergotherapie bei Kaffee und Kuchen an den Infotischen vor.

Zum Ausklang sorgt die D-Street Band der Bürgerhilfe mit ihren musikalischen Klängen für gute Laune.

Zeit: 12. September 2019, 13:00 - 16:30 Uhr

Ort: Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Universitätsklinik Frankfurt


Informationsgruppe für Angehörige demenzkranker Menschen

Zeit: Jeden dritten Dienstag im Monat von 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr (s. Programm)

Ort: Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (Hs.93) Heinrich Hoffmann-Saal, 1. OG (Erdgeschoss), Universitätsklinikum Frankfurt Heinrich-Hoffmann-Straße 10, 60528 Frankfurt am Main [→ Straßenbahnlinie 15 oder 21, Haltestelle Blutspendedienst]


Aktuelle Stellenangebote

An der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (Leitung: Prof. Dr. med. Andreas Reif) des Universitätsklinikums Frankfurt ist eine Stelle zu besetzen für eine(n)

Study nurse/Study Coordinator (m/w)

für das das Klinische Studienzentrum in der Psychiatrie


Psychologische Psychotherapeuten und -therapeutinnen in Ausbildung

Es werden fortlaufend freie PIA-Plätze an PsychologInnen (Dipl.-Psych. oder M.Sc.) in psychotherapeutischer Weiterbildung vergeben.


Teilnehmer für Forschungsstudien gesucht

Für verschiedene wissenschaftliche Studien aus den Bereichen Psychiatrie und Neurowissenschaften sucht die Klinik für Psychiatrie Probandinnen und Probanden.

Neue Studien (Auswahl):

Leichte kognitive Störung / Alzheimer-Demenz:

Gesunde Probanden