Geschichte der Klinik für Psychiatrie

Die Geschichte klinischer psychiatrischer Einrichtungen in Frankfurt reicht vermutlich bis ins Mittelalter zurück. Im Jahre 1564 errichtete der Allgemeine Almosenkasten auf Anordnung des Rates der Stadt in einem Speicher ein Gefängnis, das wahrscheinlich ausschließlich der Unterbringung von Geisteskranken diente.

Erstmals 1606 wird das Tollhaus in der Tollhausgasse erwähnt. Beschwerden der Bürger wegen der Baufälligkeit führten zur Einsetzung einer kaiserlichen Kommission 1705. Die 1728 geplante Neuerrichtung scheiterte, nachdem mehrfache Kollekten nicht genügend Geldmittel erbrachten. Dies führte schließlich 1776 lediglich zu Erweiterungs- und Umbauten. Einzelne der neuen Gebäudeteile wurden für bestimmte Krankheitsbilder reserviert, das Erdgeschoss für die Rasenden, der erste Stock für die Unruhigen. "Der gehässige und abschreckende Name vom Tollhaus" wurde am 16. November 1780 "in jenen vom Kasten-Hospital" umgewandelt, die Tollgasse in "Kastenhospitalgasse" umbenannt. Wegen ständiger Überfüllung erfolgten trotz Protesten der Anwohner ab 1783 weitere Umbauten und Erweiterungen. Epilepsiekranke wurden traditionell ambulant betreut und privat in Familienpflege bei "Kostleuten" untergebracht, die dafür vom Kastenamt "Kostgeld" erhielten. Ab 1819 wurde neben dem Kastenhospital eine "Anstalt für Irre und Epileptische" errichtet. Beide Einrichtungen wurden 1834 organisatorisch zu einer „Anstalt für Irre und Epileptische“ zusammengelegt, die nun als selbständige "öffentliche milde Stiftung" nicht mehr dem Allgemeinen Almosenkasten unterstand. Wegen ständiger Überfüllung trotz weiterer Hinzukäufe von Grundstücken für einen Patientengarten und von Gebäuden beschloss das Pflegamt im Jahre 1853, eine neue Anstalt außerhalb der Stadt zu errichten. Um den Bürgern die "Notwendigkeit" dieses neuen Baues aufzuzeigen und damit auch ihre Spendenfreudigkeit zu wecken, wurde ihnen ausführlich über die "Unzu-länglichkeiten der jetzigen Anstalt" berichtet.

m Jahre 1853 wurde der ehemalige Anstaltsarzt Johann Konrad Varrentrapp und der seit 1851 tätige Arzt Heinrich Hoffmann vom Pflegamt um ihre "Urteile" über die Anstalt gebeten. Beide kamen zu dem Ergebnis, dass nur mit einer neuen Anstalt die bisher herrschenden Mängel behoben werden könnten. Dies führte zur "Vereinigung einer Anzahl hiesiger Bürger zu einem Comite, welches sich zum Zweck setzte, eine Kollekte für den Neubau zu veranstalten". Heinrich Hoffmann unternahm 1856 mit dem Architekten Oskar Pichler im Auftrag des Pflegamtes Reisen durch Deutschland, Holland, Belgien, England und Frankreich, "um die bewährtesten Irrenanstalten und deren Einrichtung kennen zu lernen".

Heinrich Hoffmann(1809-1894) war praktischer Arzt, Armenarzt, Anatom, Pathologe und schließlich Psychiater.

Struwwelpeter-Auflagen: 1. Auflage 1845  (1.500 Exemplare), 100. Auflage 1876, 400. Auflage 1917, Bis 1939 erschienen etwa 5000 Auflagen.

Seine heutige Bekanntheit gründet im Wesentlichen in seinem pädagogisch-edukativ gemeinten Buch über den Struwwelpeter, in dem er wohl die Erstbeschreibung des hyperkinetischen Syndroms der Kinder lieferte.

Wissenschaftlich ist er nicht bedeutsam hervorgetreten. Seine eigentliche Leistung lag in der Organisation des Neubaus der Anstalt.

1834 gründeten sechs ihm befreundete Ärzte eine Armenklinik. Nach seiner Rückkehr aus Paris schloss er sich ihnen an. 1845-1851 versah er den anatomischen Unterricht für Chirurgen, Lehrer und Gymnasiasten an der Senckenbergischen Anatomie. 1845 war er Mitbegründer des Frankfurter Ärztlichen Vereins. 1851 wurde ihm die ärztliche Aufsicht über die „Anstalt für Irre und Epileptische“ übertragen. Er hatte die ärztliche Behandlung der Insassen zu übernehmen, mit dem Hospitalmeister die Aufsicht über Reinlichkeit und Ordnung zu führen, die Kranken täglich einmal zu besuchen, "zuweilen insbesondere zur Essenszeit, damit er sich überzeuge, ob die den Pfleglingen verabreichte Kost der Gesundheit angemessen sei".

Mit Hilfe der von den Bürgern gesammelten Gelder, einer "Anleihe von fl 100000 zu höchst vorteilhaften Bedingungen" von dem Pflegamt des Hospitals zum Heiligen Geist und eines "Legats von fl 100000" von Ludwig Friedrich Wilhelm Freiherr von Wiesenhütten konnte im Sommer 1859 mit dem Bau der neuen Anstalt auf dem "Affensteiner (eigentlich Ave (Maria) Stein) Feld" begonnen werden. Auf Betreiben von Heinrich Hoffmann verband Freiherr von Wiesenhütten seine Spende ausdrücklich mit der Bedingung, dass der Neubau innerhalb eines Jahres nach seinem Ableben begonnen werden müsse; anderenfalls verfiel die Spende. Das noch fehlende Geld wurde aus städtischen Mitteln gegeben. Am 23. Mai 1864 war die neue „Anstalt für Irre und Epileptische“ fertig gestellt. Heinrich Hoffmann und ein Teil der "Wärter und Wärterinnen" wohnten in dieser neuen Anstalt. Die Gebäude der alten Anstalt wurden an die Stadt abgetreten und an dieser Stelle die Elisabethenschule, eine höhere Töchterschule, errichtet. Die Kastenhospitalgasse hieß nun Goethestraße und ist die jetzige Börsenstraße.

Vom Jahre 1888 an leitete Emil Sioli (1852-1922) die neue Anstalt.

"Als Sioli sie übernahm beherbergte sie nur die schwersten Geisteskranken. Mit all den Zwangsmitteln, welche übermäßige Vorsicht und Ängstlichkeit bei der Behandlung der Kranken hier noch länger in Gebrauch gehalten hatte als an den meisten anderen Orten, wurde in einem Tage aufgeräumt. In der Einführung eines intensiveren ärztlichen Dienstes, in der Einrichtung von Bettbehandlung und Wachsälen, in der Beschränkung und Vermeidung des Gebrauchs der Isolierzimmer, in der Einrichtung der Dauerbäder, in der Gewährung möglichster Freiheiten an die Kranken ist er mit den fortgeschrittensten Anstalten gegangen" (Alzheimer). "Für die Hebung des Pflegepersonals durch reichlichere Bezahlung und Verbesserung seiner sonstigen Verhältnisse hat er sich sofort kräftig ins Zeug gelegt". "In oft heftigen Kämpfen gegen mancherlei bürokratische Schwierigkeiten suchte er die durch umständliche und lästige Bedingungen erschwerte Aufnahme in die Anstalt nach Möglichkeit zu erleichtern, bis der allein richtige Standpunkt, dass sie nicht mehr erschwert sein dürfe wie die Aufnahme eines körperlichen Kranken in ein Hospital, erreicht war". "Welche Wandlungen mit diesen Änderungen in dem Geist der Anstalt und dem Verhalten der Kranken eintrat, davon machen sich heute die Jüngeren kaum mehr eine Vorstellung. Im Rücken durch kräftige Pfleger gedeckt, musste man seine Visiten in der unruhigen Abteilung erledigen, und trotzdem war es manchmal nötig, sich mit eigener Kraft der Überfälle gereizter Kranker zu erwehren". "Die zahlreichen Anstaltsartefakte waren verschwunden".

Wissenschaftlich glaubte Sioli eine direkte Vererbung der von Kraepelin abgegrenzten manisch-depressiven Krankheit nachgewiesen zu haben. In seiner Klinik entdeckte Alois Alzheimer (1864-1915) die nach ihm benannte Demenz. "Denn nicht übermäßige Bedenken und lähmende Verzagtheit helfen den Wissenschaften vorwärts und haben ihnen vorwärts geholfen, sondern ein gesunder Optimismus, der in froher Zuversicht nach neuen Wegen der Erkenntnis sucht, da er überzeugt ist, dass sie zu finden sein werden." "Bei der außerordentlichen Häufung der Verwaltungsarbeit und der ärztlichen Inanspruchnahme in einem so großen und vielseitigen Betriebe, wie er die Frankfurter Anstalten schließlich erfüllte, konnte Sioli selbst nicht immer so viel Zeit, als er gewollt hätte, für wissenschaftliche Arbeiten erübrigen". "Man kann nur wünschen, dass Sioli's Anstalt auch in der Förderung wissenschaftlicher Arbeit ein nachgeeifertes Beispiel werde".

Nach Gründung der Frankfurter Universität als Stiftung der Frankfurter Bürger, u.a. der jüdischen Gemeinde, im Jahre 1914 wurde die „Anstalt für Irre und Epileptische“ auf dem Affensteiner Feld in "Städtische und Universitätsklinik für Gemüts- und Nervenkranke" umbenannt. 1919 wurde Sioli emeritiert.

Alois Alzheimer (1864 - 1915): Geboren in Marktbreit (Unterfranken), sein Abitur legte er in Aschaffenburg ab und studierte von 1884 bis 1888 Medizin in Berlin, Würzburg, Tübingen und wieder  in Würzburg. Nach dem Staatsexamen entschloss er sich als Assistenzarzt an die „Städtische Anstalt für Irre und Epileptische“ in Frankfurt am Main zu gehen. Dieser Entschluss sollte ihn später weltweit bekannt machen. Er entdeckte in Frankfurt die nach seinem Namen benannte Krankheit „Alzheimer-Demenz“.

Ein Jahr nach Alzheimer kam Franz Nissl nach Frankfurt. Die Nissl-Färbung wurde zur Standard-Methode der Nervenzelldarstellung, und Nissl und Alzheimer begründeten die moderne Histopathologie der Großhirnrinde. Mit Hilfe der Nissl-Färbung erhielt Alzheimer vorzügliche Bilder seiner mikroskopischen Präparate.

Am 26.11.1901 traf Alzheimer als Oberarzt eine folgenreiche Entscheidung. Er untersuchte eine 51jährige Patientin, die aus der Mörfelder-Landstraße stammende Auguste D., fertigte den Aufnahmebefund an und dokumentierte penibel genau den weiteren Verlauf.  Ein halbes Jahr vor ihrer Aufnahme litt Auguste D. unter starken Eifersuchtsideen, wenig später bekam sie Merkfähigkeitsstörungen. Alzheimer untersuchte die Patientin gründlich und zeichnete alles akribisch auf:

Auszüge der Krankenakte über Auguste D. vom 26.11.1901: „Wie heißen Sie?“ - „Auguste.“ „Familienname?“ - „Auguste.“ Wie heißt ihr Mann?“ - “Ich glaube Auguste.” - „Ihr Mann?“ - „Ach so, mein Mann …“-  „Sind sie verheiratet?“ - „Zu Auguste D.“ - „Frau D.?“ – „Ja zu Auguste D.“ …Unter anderen notierte Alzheimer: „… ihre Merkfähigkeit ist aufs gröbste gestört, sie ist zeitlich und örtlich gänzlich desorientiert und schreit oft viele Stunden mit gräss-licher Stimme“. Er ließ in den folgenden Jahren die Patientin nicht aus dem Auge, auch nicht als er 1903 nach München an die Psychiatrische Klinik überwechselte, zu dem damals bedeutenden Psychiater Emil Kraepelin.  1906 starb Auguste D. Alzheimer ließ sich sowohl die Krankenakte als auch das Gehirn nach München schicken. Gründlich untersuchte er mit seinem Mitarbeiter Gaetano Perusini das Gehirn. „Durch die Einlagerung eines eigenartigen Stoffes in die Hirnrinde sind die Nervenzellen völlig verfallen“, notierte er in seinem Befund. Zur damaligen Zeit war diese Krankheit noch fast unbekannt und sehr selten. Alzheimer machte sich aber auch als vielseitiger Arzt und Wissenschafter einen Namen. Er publizierte über neurodegenerative Erkrankungen und über Psychosen.

1912 wurde Alzheimer auf den Lehrstuhl in Breslau berufen. Auf der Reise dorthin zog er sich eine Erkältung zu und verstarb an den Folgen einer Herzinnenhaut- und Nierenentzündung am 19.12.1915. Seine letzte Ruhestätte fand er auf den Hauptfriedhof in Frankfurt am Main neben seiner schon 1901 verstorbenen Frau Cecilie.

Karl Kleist(1879-1961), seit 1916 Ordinarius in Rostock, wurde zum 01. Mai 1920 Siolis Nachfolger. Er vertrat bald neben der Psychiatrie auch die Neurologie einschließlich einer subtilen Neuropathologie. Zu seinen wesentlichen Beiträgen gehört die umfangreiche Analyse neurologischer Ausfälle bei Hirnverletzten der Weltkriege, wobei er die Lokalisationslehre Wernickes auch für die Psychopathologie weiterentwickelte.

Karl Leonhard (1904-­1988) holte er 1936 aus der Klinik Gabersee an die Klinik als Oberarzt. Leonhard entwickelte gleichzeitig ebenfalls auf Wernicke aufbauend seine psychiatrische Nosologie der endogenen Psychosen. 1937 wurde Leonhard unter Kleist habilitiert und 1946 zum Professor für Psychiatrie berufen. Er bleib bis zu seinem Ruf im Jahr 1955 als Ordinarius der Klinik für Psychiatrie und Neurologie in Erfurt in Frankfurt.

In den Jahren 1929 bis 1931 entstand entsprechend Kleists Konzepten unter den Architekten Ernst May und Martin Elsaesser wiederum ein Neubau der Klinik im Bauhaus-Stil, diesmal in der Nähe der übrigen Universitätskliniken in Niederrad, das heutige Zentrum der Psychiatrie in der Heinrich-Hoffmann-Straße. Die Anstalt auf dem Affensteiner Feld wurde 1930 abgerissen. An dieser Stelle wurde das Hochhaus der IG Farben errichtet. Dieses diente seit Ende des zweiten Weltkriegs bis 1995 als Hauptquartier der US-Armee in Europa, seit 2001 gehört es als Campus Westend zur Johann Wolfgang Goethe-Universität. 

Dem Neubau der heutigen Klinik lagen wohldurchdachte Konzepte  Kleists zugrunde, die am besten mit Auszügen aus seinen eigenen Ausführungen verdeutlichtwerden können. "Im Vordergrunde stand dabei meine Überzeugung, dass die neue Klinik keine reine Aufnahmeklinik werden durfte, wie es die Mehrzahl der verwandten deutschen Kliniken geworden ist. Als Griesinger im Jahre 1868 den Gedanken der Stadtasyle fasste, aus dem auch die "psychiatrischen und Nervenkliniken" hervorgegangen sind, konnte er nicht voraussehen, dass sich später an denselben ein sowohl der Behandlung wie der Erforschung der Krankheiten gleich abträglicher Schnellverkehr entwickeln würde. Wenn Griesinger Stadtasyle bzw. Kliniken für die akuten und rasch vorübergehenden oder sich in kurzer Zeit bessernden Geistesstörungen und für die Behandlung von Nervenkranken verlangte, während die chronischen und unheilbaren Geisteskranken bald in die Landesanstalten überführt werden sollten, so reichte doch der Umfang von 60 bis 150 Betten, den Griesinger je nach der Größe der Stadt vorschlug, völlig aus, um die Kranken durchschnittlich 3 bis 4 Monate in der Klinik zu behalten. Solchen kurzen Aufenthalten stehen aber zahlreiche andere Kranke gegenüber, deren regelmäßige Verläufe 4 bis 6 Monate in Anspruch nehmen, die Melancholien und Manien, die heilbaren Verwirrtheiten, die Motilitätspsychosen, die akuten Phasen katatoner und schizophrener Erkrankungen. Diagnostisch unklare Fälle sollten, auch wenn die Krankheit länger währt, bis zum Ablaufe beobachtet werden, oder solange bis sich ein Dauerzustand herausgebildet hat. Aus der 7- bis 8-wöchigen Aufenthaltsdauer bei 2000 Aufnahmen ergab sich die Notwendigkeit einer Bettenzahl von 250. Mit diesem Umfang wurde auch die Überlieferung der alten Frankfurter Anstalt soweit als möglich gewahrt. Bei ihrer Erbauung im Jahre 1863 als reichsstädtische "Heil- und Pflegeanstalt für Irre und Epileptische" unter Heinrich Hoffmann fasste sie 200 Betten und konnte nach ihrer Erweiterung und Umgestaltung als Stadtasyl unter Sioli im Jahre 1890  350 und mehr Kranke beherbergen.  

"Mit der Empfehlung einer verhältnismäßig großen Klinik von 250 Betten lag mir daran, in der neuen Frankfurter Klinik die Mängel zu vermeiden, die anderwärts durch eine ungemein gestiegene Aufnahmezahl bei gleichbleibendem Raum entstanden waren. Es musste etwas Neues und Einheitliches erdacht werden, das die Vorzüge beider Arten (Aufnahmeklinik im Gegensatz zur Anstaltsklinik) von Kliniken in der durch Unterricht und Forschung gebotenen Weite und Begrenzung enthielt." 

Es waren 5 gesonderte Abteilungen, sowohl für Männer wie für Frauen, erforderlich: 1. eine offene Nervenabteilung, 2. eine Wachabteilung für Hirnkranke (Gelähmte, Versteifte, Apraktische u.ä.), 3. eine Wachabteilung für Gemütskranke, vornehmlich für Melancholische und andere ruhige Geisteskranke, 4. eine Wachabteilung für Erregbare, Unausgeglichene, sonst aber geordnete "Halbruhige", d.h. hauptsächlich für Psychopathen,  5. eine Wachabteilung für unruhige Geisteskranke. Als 6. kam dazu die für Knaben und Mädchen gemeinsame Kinderabteilung". So entstand "je ein Männer (Ostflügel) und Frauenbau (Westflügel), der sich in einen zweistöckigen hinteren Bauteil für die Unruhigen (Erdgeschoss) und die Halbruhigen (1. Stock) und einen dreistöckigen vorderen Bauteil für die Hirnkranken (Erdgeschoss), Gemütskranke (1. Stock) und Nervenkranke (2. Stock) gliedert. Der vordere Bauteil enthält außerdem in dem nach vorn vom Treppenhaus gelegenen Abschnitt im Männerbau die Kinderabteilung, im Frauenbau die Schwesternwohnungen (Erdgeschoss und 1. Stock), sowie jederseits die Wachabteilung für ruhige Patienten 1. und 2. Klasse (im 2. Stock).

Die gemeinsamen zentralen Einrichtungen für die Aufnahme, für gewisse Behandlungen und Untersuchungen (Elektro- und Hydrotherapie, Röntgen und Operationen), für Poliklinik, Laboratorien und Sektionen, für den Unterricht (Hörsaal mit Nebenräumen) und für die Bücherei, für Andachten und Unterhaltungen der Kranken und für die Leitung der Klinik (finden sich) in einem mehrstöckigen mittleren Baukörper mit den zentralen Wirtschaftsräumen (Küche, Fernheizanlage, Werkstätten) und mit den Wohn- und Umkleideräumen.

Zur Erholung, Bewegung und Beschäftigung der Kranken waren geräumige Gärten erforderlich, und zwar Sondergärten der einzelnen Abteilungen und ein gemeinsames Garten- und Feldgelände. 

In der Zeit des dritten Reiches gehörte Kleist zu denjenigen Psychiatern, die psychisch Kranke vor der Ermordung im Rahmen der Aktion T4 und vor Sterilisation/Kastration u. a. dadurch zu bewahren versuchten, dass sie entsprechend gefährdende Diagnosen wie zum Beispiel die der Schizophrenie nicht mehr stellten und dokumentierten. Kleist leitete die Klinik bis 1950.

1950 wurde Jürg Zutt (1893-1987) Kleists Nachfolger. Zutt hatte zuvor unter Bonhoeffer an der Berliner Charite gewirkt und die Psychiatrische Universitätsklinik in Würzburg geleitet. Auch entsprechend dem Zeitgeist vor dem Hintergrund der Zeit des Nationalsozialismus spielte unter Zutt biologische und speziell neuropathologische Forschung eine untergeordnete Rolle, vielmehr war seine Psychiatrie von verstehender Anthropologie und Daseinsanalyse geprägt. Er richtete unter Leitung von Kuhlenkampf die erste Sozialpsychiatrie in Deutschland ein. Die oberärztlich geleitete Kinder- und Jugendpsychiatrie wurde unter Stockert zu einem persönlichen Ordinariat.  Die zunehmende Spezialisierung, zusammengefasst in einem Nervenzentrum wurde von Zutt weiter gefördert, der international hochangesehen die Klinik bis 1962 geleitet hat.

1967 übernahm das Land Hessen von der Stadt Frankfurt die Trägerschaft der Universitätskliniken.

Nach 5-jähriger Vakanz übernahm Hans-Joachim Bochnik 1967 den Lehrstuhl wie auch das Klinikdirektorat. Er brachte aus Hamburg ein beachtliches Team von Mitarbeitern mit. Um der wissenschaftlichen Entwicklung gerecht zu werden, wurde die neurologische Abteilung unter Fischer zu einem dem Klinikdirektor unterstellten Ordinariat.

Auf Bochniks Initiative wurde eine Abteilung Psychotherapie und Psychosomatik unter Mentzos, die klinische Psychologie unter Süllwold und eine Dokumentationsgruppe (DPO) eingerichtet.

Im Gefolge des neuen hessischen Hochschulgesetzes wurden 1973 entsprechend Vorschlägen des Strukturausschusses des Fachbereichs die einzelnen Funktionen als Abteilungen selbständig und die stationäre Versorgung in zwei Kliniken unter Bochnik bzw. Wanke geteilt. Nach dem Wechsel von Wanke nach Homburg/Saar übernahm Pittrich kommissarisch dessen Aufgaben, bis er zum Landschaftsverband Westfalen-Lippe wechselte.

Als Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie folgte auf Stockert Harbauer, nach langer Vakanz dann Poustka. Einzelne Funktionen wie die Neurochemie seit 1974 unter Demisch und die Elektrophysiologie blieben dem Lehrstuhl zugeordnet.

Die Neuroradiologie unter Hacker und die Neurologie unter Fischer konnten 1979 als eigenständige Abteilungen in ein neues Gebäude übersiedeln zusammen mit der Neurochirurgie, die lange Zeit sowohl oberärztlich in der Chirurgie als auch in der psychiatrischen Klinik betrieben worden war.

Laut Beschluss des Fachbereichsrats Humanmedizin vom 24.05.1973 wurde die Psychiatrische und Neurologische Klinik zu einem Medizinischen Zentrum der Psychiatrie restrukturiert: "Das Zentrum der Psychiatrie übernimmt die Forschung, die Lehre und die Dienstleistung auf dem Gebiet der Krankenversorgung in seinem Fachgebiet und pflegt enge Zusammenarbeit mit den Medizinischen Zentren und ständigen Betriebseinheiten des Klinikums. Die Forschung umfasst das gesamte Gebiet der Psychiatrie einschließlich der Kinder- und Jugendpsychiatrie und ihre Grenzgebiete. Die Lehre umfasst die Unterrichtung der Studenten gemäß der im Rahmen der jeweils geltenden Approbationsordnung erlassenen Studienordnung des Fachbereichs Humanmedizin. Die Dienstleistung umfasst die ambulante und stationäre Krankenversorgung, die Weiterbildung von Ärzten und Psychologen sowie die Aus- und Weiterbildung von nichtwissenschaftlichem Personal. Dabei ist der zeit- und sachgerechte Ablauf der Weiterbildung zur Erlangung der Anerkennung als Arzt für Psychiatrie, Arzt für Psychiatrie und Neurologie, Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und als Fachpsychologe für Klinische Psychologie sowie der Zusatzbezeichnung "Psychotherapie" durch eine verbindliche Regelung mit den Zentren der Neurologie und Neurochirurgie und der Kinderheilkunde sicherzustellen.

"Das Zentrum der Psychiatrie gliedert sich in 5 Abteilungen und in gemeinsam genutzte Einrichtungen: Es werden folgende Abteilungen gebildet: Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie,  für klinische Psychiatrie I, für klinische Psychiatrie II, für Psychosomatik und Psychotherapie, für Sozialpsychiatrie. Eine Koordinierung der Forschungsaufgaben (der Abteilungen) innerhalb des Zentrums ist anzustreben.  Die Abteilungen sind dabei anteilig (in der Lehre) an der Vermittlung des Wissensstoffs der gesamten Psychiatrie und der sich hieraus ergebenden Vorlesungen und Praktika zu beteiligen. Gemeinsame Einrichtungen sind Poliklinik, Aufnahme, Elektrophysiologische Diagnostik, Klinisches Laboratorium, Physikalische Therapie und Krankengymnastik, Beschäftigungs- und Arbeitstherapie, Sozialarbeit, Bibliothek, Konferenzraum, Krankenblattarchiv, Fotolaboratorium, Hörsaal  mit 130 Plätzen und Nebenräume, Seminarräume, Geschäfts- und Schreib-zimmer, Seelsorge, Geschäftszimmer des Pflegedienstes, Dienstzimmer für den ärztlichen Nachtdienst, Sektionsraum, Kapelle, Speiseraum, die Ausstattung der Abteilungen (umfasst bestimmte Räume und Personal)."

Aus Sicht einer gemeindenahen Psychiatrie versorgt die Klinik seit ihrer Neugründung unter Kleist ein in der Einwohnerzahl erheblich gewachsenes Einzugsgebiet.

Zurzeit hat Frankfurt ca. 732.688 Einwohner (Stand Dezember 2015), einschließlich des nahen Umlandes 2,2 Millionen Einwohner. Seit den 30er Jahren hat sich die Inanspruchnahme der Klinik bei weitgehend konstanter Bettenkapazität (Sollstärke zurzeit 170) von ca. 300 jährlichen Aufnahmen im Jahre 1886 über ca. 2000 Aufnahmen im Jahr 1934 über ca. 4000 (ca. 2800 psychiatrische) im Jahre 1961 massiv erhöht. Zur sind ca. 1400 stationäre Aufnahmen pro Jahr zu verzeichnen. 1985 wurde in Frankfurt-Höchst eine weitere psychiatrische Klinik mit zurzeit 128 Betten eröffnet. Trotz seit den 60er Jahren lebhafter Änderungsvorschläge und Appelle hatte Frankfurt bis in die 90er Jahre die ungünstigste Relation zwischen der Zahl an Einwohnern und psychiatrischen Betten aller Großstädte in Deutschland. Dies bedeutete ein hohes Aufkommen an Verlegungen und Weiterleitungen in benachbarte, z. T. gemeindeferne psychiatrische Krankenhäuser des Landeswohlfahrtsverbandes. Diese lagen 50 bis 200 km entfernt. Zum Teil mussten psychisch Kranke auf Liegestuhl-ähnlichen Notbetten und Bodenmatratzen schlafen.

Eine nur begrenzte Entlastung erbrachte die Einrichtung einer psychiatrischen Klinik im Waldkrankenhaus Köppern mit 300 Betten. Dies bedeutete auch eine erhebliche Behinderung der so dringend benötigten psychiatrischen Forschung, zumal die reiche Tradition der Forschung in den Landeskrankenhäusern leider abgebrochen ist und z. Zt. auch aktiv z.B. bezüglich psychopharmakologischer Forschung aufgrund juristischer Unklarheiten (Beweislastumkehrproblematik) verhindert wird. Speziell leidet darunter die Schizophrenie- und Demenz-Forschung.

Um die Versorgung einigermaßen zu regulieren, erfolgte eine Sektorisierung der Aufnahmeverpflichtung entsprechend den Polizeirevieren. Der psychosoziale Ausschuss der Stadt Frankfurt verabschiedete im Oktober 1991 ein Konzept, wonach eine Bettenmessziffer von 0.78:1000 Einwohner bedarfsnotwendig sei. Grundlage für die Bedarfsplanung sollten die in Frankfurt bestehenden 4 Standardversorgungsgebiete sein. Danach wurden für den Sektor West in den Städtischen Kliniken Höchst 128 Betten, für den Sektor Süd im Zentrum der Psychiatrie des Universitätsklinikums 132 Betten, für den Sektor Nord in der neu eingerichteten psychiatrischen Abteilung des St.-Markus-Krankenhaus 116 Betten und für den Sektor Ost in einer neu einzurichtenden psychiatrischen Abteilung der Klinik Hohe Mark 133 Betten vorgesehen. Dies bedeutete für das Zentrum der Psychiatrie eine Festschreibung der wegen Personalmangel (nach vergeblichen Versuchen einer Behebung des Pflegenotstands wurden 1990 vorübergehend 3 Stationen geschlossen) und Renovierungsmaßnahmen bestehenden Bettenreduktion gegenüber der ursprünglichen Zahl von 172.

Leiter der Psychiatrischen Klinik II wurde dann 1982 Prof. Dr. Burkhard Pflug. Seit 1987 existierte eine Empfehlung des Klinikdirektoriums, die beiden Abteilungen für klinische Psychiatrie im Rahmen der Emeritierung von Bochnik im Jahre 1988 wieder zu vereinigen. Mit der Besetzung der C4-Professur nach erneut 5-jähriger Vakanz durch Prof. Dr. Konrad Maurer im Jahre 1993 blieb die Teilung erhalten.

Pflug leitete die Klinische Psychiatrie II bis Ende März 2004. Nach dem Ausscheiden von Pflug leitete Maurer die beiden Abteilungen (Klinische Psychiatrie I und II) bis März 2009.

Durch Beschlüsse des Klinikumsvorstandes wurde die Integration der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie in die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie im Oktober 2005 vollzogen.

Nach der Emeritierung von Prof. Maurer leitete Prof. Dr. Johannes Pantel als kommissarischer Direktor die Klinik von April bis Dezember 2009.

Von Januar 2010 bis März 2012 leitete Prof. Dr. Harald Hampel dieKlinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie.

Von März 2012 bis August 2014 leitete Dr. Stefan Hornung komissarisch dieKlinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie.

Seit August 2014 leitet Prof. Dr. Andreas Reif dieKlinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie.

DIE FRANKFURTER NERVENKLINIK von 1950 bis heute im Überblick

1950 - 1962

Prof. Jürg Zutt, Direktor der Frankfurter Nervenklinik

1962

Emeritierung von Prof. Jürg Zutt

1962 - 1966

Interregnum, kommissarische Leitung der Klinik durch Prof. Caspar Kulenkampff und Prof. Rudolf Degkwitz

1.04.1967

Prof. Hans-Joachim Bochnik tritt sein Amt als Nachfolger Zutts in Frankfurt an.
Prof. Bochnik wird der letzte Lehrstuhlinhaber für die Fächer Neurologie und Psatrie in Frankfurt.

1967

Die Stadt Frankfurt übergibt die Trägerschaft der Klinik an das Land Hessen.

1973

Die Neurologie wird eigenständig. (Leitung: Prof. Peter Alexander Fischer)

1973

Gründung des Zentrums der Psychiatrie:  

Abteilung für Klinische Psychiatrie I(Leitung: Prof. Hans-Joachim Bochnik)

Abteilung für Klinische Psychiatrie II(Leitung: Prof. Klaus Wanke)

Abteilung für Sozialpsychiatrie  (kom. Leitung: Prof. Dietfried Pieschl)

Abteilung für Psychotherapie und Psychosomatik  (Leitung: Prof. Stavros Mentzos)

Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie   (Leitung: Prof. Hubert Harbauer)

1976 

Berufung von Prof. Gerd Overbeck zum Leiter des Funktionsbereiches Psychosomatik

1982

Berufung von Prof. Burkhard Pflug zum Leiter der Abteilung für Klinische Psychiatrie II

1986

Prof. Fritz Poustka wird Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie

1988

Emeritierung von Prof. Hans-Joachim Bochnik

1988 - 1993

Komm. Leitung der Abteilung Klinische Psychiatrie I durch Prof. Burkhard Pflug

1.10.1993

Prof. Konrad Maurer tritt die Nachfolge von Prof. Bochnik als Leiter der Abteilung für Klinische Psychiatrie l an.

März 2004 bis April 2009  

Nach dem Ausscheiden von Prof. Pflug leitete Prof. Maurer beide Abteilungen (Klinische Psychiatrie I und II)

April 2009 bis Dez. 2009

Komm. Leitung der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie durch Prof. Dr. Johannes Pantel

Jan. 2010 bis März 2012

Leitung der Klinik durch Prof. Dr. Harald Hampel

März 2012 bis August 2014

Komm. Leitung der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie durch Dr. Stefan Hornung

Seit August 2014

Leitung der Klinik durch Prof. Dr. Andreas Reif


Renovierungsarbeiten

Bereits 2009 begannen Planungen und erste Bauarbeiten im östlichen Teil des Haupttrakts der Klinik. 2010 wurde die Bautätigkeit deutlich intensiviert. Im Jahr 2011 wurden schließlich neue und renovierte/modernisierte klinische und wissenschaftliche Bereiche sukzessive fertig gestellt und in Betrieb genommen. 

Im Ostflügel der Klinik wurde neben Renovierung und offener Umgestaltung der Notaufnahme die beschützte Station 93-4 teilweise funktional umgestaltet und mit einem modernen Fenster- und Belüftungssystem ausgestattet. Am Ausgang zum Stationsgarten wurde ein gut zugänglicher Raucherpavillon errichtet. 

Nach aufwändiger Kernsanierung des vorderen Ostflügels wurden dort in der historischen Bauhaus-Gebäudestruktur drei moderne und ansprechende 18-Betten-Stationen mit Ein- und Zweibettzimmern und zugehörigen Nasszellen errichtet.Für den modernisierten Gebäudeabschnitt wurde einer der Innengärten der Klinik zugänglich gemacht neu gestaltet. Er wird in den warmen Jahreszeiten die Attraktivität des neuen Bereichs noch einmal deutlich erhöhen.  

Im Mitteltrakt des Gebäudes befindet sich nun im Erdgeschoss, neben dem nun dort untergebrachten Institut für Medizinische Psychologie, die renovierte und neu strukturierte Integrierte Ambulanz der Klinik mit Psychiatrischer Institutsambulanz und verschiedenen psychiatrischen, psychosomatischen und psychotherapeutischen Hochschulambulanzen sowie Spezialsprechstunden. Hier findet sich beispielsweise die bekannte „Gedächtnissprechstunde“ für den Erstkontakt zur Abklärung eines Verdachts auf Demenzerkrankung.  

Die alte Bibliothek im ersten Obergeschoss des Mitteltrakts wurde in ein Traditionsarchiv im dritten Obergeschoss umgelagert und der so freigesetzte Gebäudebereich wird für Forschung und Lehre genutzt. Im Bauhausstil wurde der Arbeitsbereich des neuen Klinikdirektors gestaltet, der durch Einziehen einer Zwischendecke in die „alte Küche“ neu geschaffen wurde. Der nachempfundene Bauhausstil der Inneneinrichtung setzt sich in die neue Privatambulanz und den Konferenzbereich (Heinrich Hoffmann-Saal) hinein fort. 

Im zweiten Obergeschoss des Mitteltraktes befindet sich nach der Umstrukturierung neben tagesklinischen Behandlungsbereichen die Ergotherapie der Klinik. Neben den klinischen Behandlungsbereichen wurden auch der unter Denkmalschutz stehende Hörsaal der Klinik sowie die sog. „alte Kapelle“ als Veranstaltungsbereich renoviert und medientechnisch modernisiert.  

Im Westflügel wurde der deutlich erweiterte Behandlungsbereich Psychosomatische Medizin und Psychotherapie mit einigen baulichen Veränderungen im ersten und zweiten Obergeschoss eingerichtet. Der Bereich umfasst nun zwei Stationen mit jeweils 16 Betten (Zweibettzimmer mit Balkon) und 15 tagesklinische Behandlungsplätze. Im Erdgeschoss dieses Gebäudeabschnitts befinden sich die Neuroscience-Forschungsbereiche mit neurophysiologischem Labor und Magnetencephalographie (MEG). 

Im hinteren Westflügel wurden Schizophrenie-Track und Gerontopsychiatrie-Track untergebracht. Für die gerontopsychiatrische Station stehen hier bessere Sanitärinstallationen und eine unmittelbare Gartenanbindung zur Verfügung, so dass sich auch verwirrte ältere Patienten bei entsprechender Witterung im Garten aufhalten können.