93-6 - Psychosomatische Tagesklinik

Bei der psychosomatischen Tagesklinik handelt es sich um ein psychodynamisch ressourcenorientiertes Konzept unter Berücksichtung kognitiv-behavioraler und sozialer Aspekte.

In die psychosomatische Tagesklinik gehören alle psychosomatischen Diagnosegruppen(z.B. Depressionen, Essstörungen, Angst- und Panikstörungen und körperliche Leiden mit psychosomatischem Hintergrund wie z.B. chronisch entzündliche Darmerkrankungen, chronische Schmerzen oder Erkrankungen wie Diabetes, Asthma oder Bluthochdruck), die durch das ambulante Versorgungssystem (HausärztIn, FachärztIn/PsychotherapeutIn, integrierte Versorgung) nicht oder noch nicht ausreichend behandelt werden können. Allerdings ist neben der Erreichbarkeit der Klinik eine ausreichende Belastbarkeit und

Selbstverantwortlichkeit unbedingte Voraussetzung, um das tagesklinische Angebot wahrnehmen zu können.

Die psychosomatischeTagesklinik bietet zudem eigene Möglichkeiten für

  • Patientinnen und Patienten, bei denen die äußeren Faktoren keinen vollstationären Aufenthalt erlauben z.B. Mütter mit kleinen Kindern

  • Patientinnen und Patienten, bei denen es notwendig und sinnvoll ist, die äußere Realität aufrecht zu erhalten, damit soziale und familiäre Aspekte verstärkt in die Therapie einbezogen werden können

  • Patientinnen und Patienten, bei denen eine vollstationäre Behandlung nicht indiziert ist

  • die große Gruppe somatopsychischer Erkrankungen, meist Anpassungsstörungen (z.B. bei Problemen nach Herzerkrankungen), die im ambulanten Bereich nicht gezielt behandelt werden können.

Die Therapien finden von Montag bis Freitag zwischen jeweils 8:30 Uhr und 17:00 Uhr statt. Abende, Nächte und Wochenenden verbringen die Patientinnen und Patienten zu Hause im gewohnten sozialen Umfeld.