Lithium-Studie

Randomisierte, placebo-kontrollierte multizentrische Studie zur antisuizidalen Wirksamkeit von Lithium (+ TAU) bei depressiven Patienten mit suizidalen Gedanken und/oder suizdialem Verhalten

Das Ziel dieser Studie ist es, die Frage zu beantworten, ob die Behandlung mit Lithium bei suizidalen Patienten mit affektiven Störungen (Major depressive disorder, uni-/bipolare Störung gemäß DSMIV) zur akuten Verringerung suizidalen Verhaltens (inkl. Gedanken) führt. Es soll die Hypothese getestet werden, dass eine Lithiumbehandlung (+ Treatment as usual = TAU) verglichen mit einer Plazebobehandlung (+TAU) bei stationär behandelten Patienten mit depressiver Episode zu einer signifikant stärkeren Verringerung von suizidalen Gedanken und/oder Verhalten über fünf Wochen führt. Dazu wird die Änderung der fremdgerateten Sheehan-Suicidality Tracking Scale (S-STS) zwischen Beginn und Ende (fünf Wochen) der Behandlung gemessen und innerhalb der beiden Behandlungsgruppen verglichen. In die Prüfung werden insgesamt 254 Patienten (Haupteinschlusskriterium: Vorliegen eines mindestens mäßiggradig schweren depressiven Syndroms sowie von akuter Suizidalität) davon 127 in jeden Behandlungsarm eingeschlossen. Die geplante Rekrutierungsdauer beträgt 36 Monate, die Studiendauer pro Patient beträgt fünf Wochen (+1 Woche Follow up). Folgende psychometrische Skalen werden zur Untersuchung der primären und sekundären Zielgrößen verwendet: S-STS, HAM-A, MADRS, YMRS, CGI, BIS, C-SSRS. Die Erhebung der fremdgerateten Skalen erfolgt wöchentlich. Daneben erfolgen regelmäßige Blutuntersuchungen zur Bestimmung des Lithium-Serumspiegels.

Für weitere Informationen:

Dr. med. Christine Reif-Leonhard

Christine.Reif-Leonhard@kgu.de

Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Universitätsklinikum Frankfurt am Main