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Forschung

Labor für Neurophysiologie und Neuroimaging

Neurodegeneration / Schizophrenie / Affektive Störungen / Psychosomatik

Die Forschungsschwerpunkte der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie umfassen die systematische Erforschung von grundlegenden Zusammenhängen und Wechselwirkungen zwischen Hirnfunktion, Hirnstruktur und Genetik sowie Hirnleistung und psychopathologischen Symptomen. Im Fokus der Forschug stehen die multimodale Untersuchung von psychopathologischen (z.B. Halluzinationen) und kognitiven Symptomen (z.B. Störungen des episodischen Gedächtnisses und Arbeitsgedächtnisstörungen) bei psychiatrischen Erkrankungen. Dabei werden insbesondere neurodegenerative Erkrankungen, affektive Störungen sowie die Schizophrenie  untersucht. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt besteht im Bereich der psychosomatischen Medizin und seinen Erkrankungsbildern, die mit Hilfe von Bildgebungsmethoden betrachtet werden.

Die Forschungsziele beinhalten die Entwicklung multimodaler und komplexer Biomarker, die für die Früh- und Differentialdiagnose und als Surrogatmarker bei klinischen Interventionsstudien eingesetzt werden können. Dadurch sollen die diagnostischen Möglichkeiten und die Medikamentenentwicklung substantiell profitieren. Darüber hinaus soll in Therapieeffektstudien die Auswirkung verschiedener Maßnahmen, wie z.B. Biofeedback-Therapie oder aerobes Ausdauertraining, zur Modulierung der spezifischen Symptome, untersucht werden. Dies dient der Entwicklung und Modifizierung von herkömmlichen Therapieverfahren.

Zur Erreichung der Forschungsziele wendet die Arbeitsgruppe des Labors für Neurophysiologie und Neuroimaging (Leitung: Dr. David Prvulovic/Dr. Viola Oertel-Knöchel) die folgenden Untersuchungsmethoden schwerpunktmäßig an: psychometrische Untersuchungen, bildgebende Verfahren, Neurochemie, Neurogenetik, Biofeedback und Ausdauertraining. Dabei wird mit Hilfe modernster bildgebender Verfahren (z.B. funktionelle Magnetresonanztomographie [fMRT], Elektroenzephalographie [EEG], Magnetenzephalographie [MEG]) die Aktivität des Gehirns sowohl im Ruhezustand als auch unter besonderen Bedingungen gemessen und mit verschiedenen kognitiven Leistungen in Beziehung gesetzt. Weitere Techniken erlauben es, die Integrität der Nervenfasern im Gehirn auf mikrostruktureller Ebene zu erfassen (Diffusion Tensor Imaging [DTI]). Auf diese Weise wird es erstmals möglich, bei verschiedenen psychischen und auch neurodegenerativen Erkrankungen wie etwa der Alzheimer-Demenz (AD) die Abfolge von funktionellen, mikro- und makrostrukturellen Veränderungen des Gehirns präzise nachzuverfolgen, was prospektiv zu einer deutlichen Verbesserung der Früh- und Differentialdiagnostik sowie zu einer Vorhersage des Ansprechens auf bestimmte Therapien beitragen kann.

Die Bestimmung von biologischen Markern einer psychiatrischen Erkrankung ist von Bedeutung für die Frühdiagnostik und die Entwicklung therapeutischer Maßnahmen, da dadurch in den Verlauf einer Erkrankung eingegriffen werden kann, bevor sich klinische Symptome manifestieren. Von besonderem Interesse ist der prospektive Einsatz dieser Biomarker bei der Entwicklung von symptomatischen und krankheitsmodifizierenden therapeutischen Substanzen („compounds“), die bereits in frühen klinischen Entwicklungsphasen darauf hin getestet werden können, ob sie die koordinierte Aktivität zwischen besonders krankheitsrelevanten Hirnarealen verbessern. Daraus ergeben sich herausragende Perspektiven für eine Schnittstellenbildung zwischen akademischer und Pharmaforschung mit dem Ziel, die bislang äußerst aufwändige und teure Medikamentenentwicklung deutlich kosteneffizienter zu gestalten und die Entwicklung erfolgreicher Compounds substanziell zu beschleunigen.

 

geändert am 03. Juli 2013  E-Mail: Kontaktpsychiatrie@kgu.de

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Druckversion: 03. Juli 2013, 17:23
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb16/fachklinik/psychiatrie/Forschung/index.html