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Neurodegeneration / Demenz

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Neuroimaging & Biomarker (Kernforschungsgruppe Neurodegeneration)

Klinische Studien

Die Forschungsschwerpunkte der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie umfassen die systematische Erforschung von grundlegenden Zusammenhängen und Wechselwirkungen zwischen Hirnfunktion, Hirnstruktur und Genetik sowie Hirnleistung und  psychopathologischen Symptomen. Besonderes Augenmerk gilt hierbei der koordinierten Aktivität verschiedener Hirnareale, deren reibungslose Kooperation erst höhere kognitive Leistungen sowie eine gesunde Psyche ermöglicht.

Mit Hilfe modernster bildgebender Verfahren (z.B. funktionelle Magnetresonanztomographie [fMRT], Elektroenzephalographie [EEG], Magnetenzephalographie [MEG]) wird dabei die Aktivität des Gehirns sowohl im Ruhezustand sowie unter besonderen Bedingungen gemessen und mit verschiedenen kognitiven Leistungen in Beziehung gesetzt. Weitere Techniken erlauben es, die Integrität der Nervenfasern im Gehirn auf mikrostruktureller Ebene zu erfassen (Diffusion Tensor Imgaing – DTI). Auf diese Weise wird es erstmals möglich, bei verschiedenen psychischen und auch neurodegenerativen Erkrankungen wie etwa der Alzheimer-Demenz (AD), die Abfolge von funktionellen, mikro- sowie makrostrukturellen Veränderungen des Gehirns präzise nachzuverfolgen, was prospektiv zu einer deutlichen Verbesserung der Früh- und Differentialdiagnostik sowie zu einer Vorhersage des Ansprechens auf bestimmte Therapien  beitragen kann. Dies ist von erheblicher Bedeutung gerade in der Demenzforschung, in der sich immer mehr abzeichnet, dass eine akkurate individuelle Risikoeinschätzung schon Jahre oder Jahrzehnte vor der eigentlichen Manifestation einer Demenz es ermöglichen wird, präventive oder krankheitsmodifizierende Maßnahmen zu einem Zeitpunkt einzuleiten, der lange vor dem Eintritt irreversibler Schädigung des Gehirns liegt.

Die Suche nach den bestmöglichen biologischen Markern, die erste krankhafte Veränderungen der Hirnfunktion oder des Hirnstoffwechsels  präzise und zuverlässig anzeigen können, wird am ehesten erfolgreich gelingen, wenn verschiedene, neurochemische, neurogenetische sowie besondere Bildgebungsmethoden in einem multimodalen Ansatz sinnvoll miteinander kombiniert werden.

Entsprechend dieser Leitlinie, kombinieren unsere aktuellen Forschungsprojekte Blut- und Liquorbasierte Biomarker mit neurogenetischen Untersuchungen sowie mit funktionellen und strukturellen bildgebenden Methoden und detaillierten neuropsychologischen Untersuchungen und setzen diesen multimodalen Ansatz in der Demenzforschung ein. Von besonderem Interesse ist der prospektive Einsatz dieser Biomarker bei der Entwicklung von symptomatischen sowie krankheitsmodifizierenden therapeutischen Substanzen („compounds“), die bereits in frühen klinischen Entwicklungsphasen auf ihre Fähigkeiten hin getestet werden können, ob sie die koordinierte Aktivität zwischen besonders krankheitsrelevanten Hirnarealen verbessern. Daraus ergeben sich herausragende Perspektiven für eine Schnittstellenbildung zwischen akademischer sowie Pharmaforschung mit dem Ziel, die bislang äußerst aufwändige und teure Medikamentenentwicklung deutlich kosteneffizienter zu gestalten und die Entwicklung erfolgreicher Compounds susbtantiell zu beschleunigen.

 

geändert am 22. Juli 2011  E-Mail: Dr. med Stefan Hornungpsychiatrie@kgu.de

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Druckversion: 22. Juli 2011, 10:36
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb16/fachklinik/psychiatrie/Forschung/neurodegeneration/index.html